Hospizverein Berchtesgadener Land e.V.

Bergblumen

Häufige Fragen

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, den Hospizverein zu kontaktieren?
    Rufen Sie einfach bei uns an. Wir kommen gerne zu einem Beratungsgespräch und können dann bei Ihnen abklären, ob sie uns bereits zu diesem Zeitpunkt brauchen. Generell gilt: eher früher als später. Es ist für beide Seiten wichtig, miteinander eine Beziehung aufzubauen, damit Vertrauen wachsen kann.
  2. Was kostet hospizliche Unterstützung?
    Gar nichts.Unsere Arbeit ist ehrenamtlich und deshalb kostenlos.
  3. In welchem Umfang ist Unterstützung möglich?
    Dies hängt ganz von Ihrem individuellen Hilfebedarf ab, auch das soziale Umfeld spielt eine Rolle. Gemeinsam klären wir dies in einem Gespräch bei Ihnen.
  4. Wer kann Kontakt mit uns aufnehmen?
    Grundsätzlich jedermann. Manchmal ergibt sich auch eine Kontaktaufnahme über Bekannte und Nachbarn, die von uns gehört haben. Trotzdem gilt immer: Jeder Betroffene muss selbst offen und bereit sein, durch uns begleitet zu werden.
  5. Ist eine ständige Erreichbarkeit gegeben?
    Ja, wir sind unter folgender Nummer erreichbar: Tel. 08651/76 66 299 (Frau Sabine Haut, Einsatzleiterin, Diplomierte Krankenschwester, mit Palliativausbildung ). Unser Büro ist nach Vereinbarung geöffnet. Hausbesuche sind jederzeit möglich.
  6. Wie können Sie uns helfen?
    Genaueres erfahren Sie im Menüpunkt "Unterstützung"
  7. Was bedeutet: Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht?
    Es gibt mehrere Arten der Vorsorge für den Fall, dass man selbst nicht mehr handlungsfähig ist. Eine Verfügung kann sich allein auf die gesundheitliche Situation beziehen (Patientenverfügung) , sie kann für den Fall der Handlungsunfähigkeit auch eine Vertrauensperson benennen (Betreuungsverfügung), die für mich entscheiden darf , oder sie kann eine umfassende Vollmacht darstellen, sodass meine Vertrauensperson in allen Dingen des Lebens an meiner statt verfügen darf, wenn ich es nicht mehr selbst kann (Vorsorgevollmacht). Weiterlesen...

    Die Patientenverfügung gibt die Möglichkeit, im Voraus festzulegen, ob und wie eine ärztliche Behandlung erfolgen soll, für den Fall, dass der eigene Wille krankheitsbedingt nicht mehr geäußert werden kann. Die Patientenverfügung ist grundsätzlich für den Fall der Einwilligungsunfähigkeit an den behandelnden Arzt gerichtet. Sie eröffnet für diesen Fall die Möglichkeit, im Voraus festzulegen, ob und wie eine ärztliche Behandlung erfolgen soll. Es ist wichtig, die Patientenverfügung möglichst umfassend auf verschiedene Behandlungssituationen hin zu gestalten. Sie muss schriftlich eigenhändig unterschrieben sein, kann aber jederzeit auch widerrufen werden.

    Wurde keine Patientenverfügung verfasst, so wird auf Grund des "mutmaßlichen Willens" des Patienten über die weitere Behandlung entschieden. Der mutmaßliche Wille eines Patienten bestimmt sich danach, wie der Patient für sich selbst in der Situation entscheiden würde, wenn er es könnte. Lässt sich der mutmaßliche Wille nicht feststellen, hat der Schutz menschlichen Lebens im Zweifel Vorrang.

    Die Betreuungsverfügung: Hierbei handelt es sich um eine Willensäußerung, mit der jemand für den Fall seiner Betreuungsbedürftigkeit Vorschläge zu der Person seines Vertrauens (Betreuer) oder Wünsche zur Wahrnehmung der Aufgaben des Betreuers äußert (Ort der Pflege, Art der Versorgung, Geschenke an Angehörige und Freunde). Wichtig ist, die Wünsche so genau wie möglich zu formulieren. Die Wünsche muss der spätere Betreuer unter Beachtung des Wohls des Betroffenen und der Zumutbarkeit für den Betreuer ausführen. Diese Verfügung wird an das zuständige Betreuungsgericht (Teil des Amtsgerichts) und den späteren Betreuer gerichtet. Diese sind an die Betreuungsverfügung gebunden, wenn sie dem Wohl des Betroffenen nicht zuwiderläuft.

    Noch umfassender ist eine Vorsorgevollmacht: Diese ermöglicht es, für den Fall einer später eintretenden Geschäftsunfähigkeit oder Hilfsbedürftigkeit eine andere Person mit der Wahrnehmung finanzieller und persönlicher Angelegenheiten zu bevollmächtigen. Allein der Vollmachtgeber bestimmt eine oder mehrere Personen, die ihn vertreten sollen, wenn er selbst es nicht mehr kann. Die Betreuer-Person ist also zuständig für alle Regelung rund um die nicht mehr entscheidungsfähige Person: alle Geldangelegenheiten, Gesundheitssorge, Wohnungsangelegenheiten und Aufenthaltsbestimmung. Das Gesetz verlangt aber, dass der Betreuer nur mit den Aufgaben betraut wird, die der Betroffene selbst nicht mehr erledigen kann.

    Die Vollmacht muss schriftlich erstellt und der Bevollmächtigte darin genannt werden. Bezeichnet wird der Bevollmächtigte am besten mit Vor- und Zunamen, Adresse und Geburtsdatum. Zu folgenden Bereichen können Regelungen getroffen werden: Vermögensverwaltung, Rechtsgeschäfte in Vermögensangelegenheiten, Gesundheitssorge, Pflegebedürftigkeit, Aufenthalts- und Wohnungsangelegenheiten, Post- und Fernmeldeverkehr, Behörden, Todesfall.

    Diese Erklärung wie auch der Widerruf der Vollmacht setzen die Geschäftsfähigkeit des "Vollmachtgebers" voraus.

    Für jede dieser drei Verfügungen gibt es entsprechende Formblätter des Verlages C.H. Beck, die man sich im Internet herunterladen (Download der Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht) kann. Es empfiehlt sich aber , z.B. den Hausarzt zu bitten, bei der Ausfüllung einer Patientenverfügung behilflich zu sein. Auch wir vom Hospizverein BGL e.V. helfen Ihnen dabei gerne.