Hospizverein Berchtesgadener Land e.V.

Gebirgssee

Palliativstation im Krankenhaus Bad Reichenhall

Palliative Versorgung

Lebensqualität trotz schwerer Erkrankung - das ist das Ziel der Palliativmedizin. Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht der Patient mit seinen Angehörigen, die sich mit einer nicht heilbaren Erkrankung auseinandersetzen müssen.

Ziel ist die Linderung körperlicher Beschwerden, die den Patienten belasten, wobei auch die psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse des Patienten und seiner Angehörigen besonders ernst genommen werden. Um die Aufgabe einer individuellen und ganzheitlichen Therapie, Pflege und Begleitung zu erfüllen, arbeiten wir im Team zusammen. Wir legen großen Wert auf eine persönliche Atmosphäre. Dies zeigt sich auch in der Einrichtung unserer Station.

Die Räumlichkeiten

  • Vier Einzelzimmer und ein Doppelzimmer in freundlicher, wohnlicher Gestaltung mit Bad, Telefon und Fernseher
  • Ein großes Wohnzimmer als Ort der Begegnung
  • Eine integrierte Küchenzeile für die individuelle Zubereitung von Speisen und Getränken durch Patienten oder auch Angehörige
  • Dachterrasse zum Verweilen an der frischen Luft mit grandioser Aussicht
  • Raum der Stille zum Nachdenken, Innehalten, Loslassen

Die Aufnahme auf die Palliativstation

Patienten, die auf die Palliativstation aufgenommen werden, leiden an einer weit fortgeschrittenen Erkrankung mit großer Symptomlast und oftmals begrenzter Lebenserwartung. Darüber sind die Patienten und deren Angehörige informiert und erklären sich mit einer Behandlung einverstanden, die nicht mehr das "wieder- gesund-machen" in den Vordergrund stellen, sondern Gewinn von Lebensqualität in der verbleibenden Zeit. Hierbei kann die Kontrolle von belastenden körperlichen Symptomen wie Atemnot, Schmerzen, Angst, Übelkeit und Erbrechen ebenso wichtig sein, wie die Bewältigung eines psychosozialen oder spirituellen Problems, genauso wie Schwierigkeiten im Rahmen der häuslichen Versorgung. Die Aufnahme auf die Palliativstation erfolgt in der Regel nach Anmeldung durch den Hausarzt, einen Klinikarzt oder ein anderes Krankenhaus. Der erste Kontakt kann auch durch den Patienten selbst oder seine Angehörigen hergestellt werden.

Angebote für die Patienten

  • Behandlung von Schmerzen, Übelkeit, Atemnot und anderen belastenden Beschwerden
  • Umfassende pflegerische Zuwendung unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche und des gewohnten Lebensrhythmus
  • Unterstützung in religiösen und spirituellen Fragen - unabhängig von der Konfession
  • Musik-, Atem- und Entspannungstherapie
  • Regelmäßiger Besuch von HospizbegleiterInnen
  • Vor- und nachstationäre Betreuung im ambulanten Bereich durch Brückenpflegekräfte des Netzwerkes Hospiz in enger Abstimmung mit dem Hausarzt
  • Begleitung in der letzten Lebensphase, wenn eine Entlassung nicht mehr möglich ist

Angebote für Angehörige

  • Besuche sind zu jeder Zeit möglich
  • Übernachtungsmöglichkeit im Patientenzimmer
  • Beratung und Unterstützung, z.B. in sozialrechtlichen Fragen (Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht) sowie bei der Organisation der weiteren Versorgung
  • Wenn gewünscht, Einbindung in pflegerische Tätigkeiten und Behandlungsplanung
  • Trauerbegleitung durch Gespräche und Vermittlung von weiteren Angeboten sowie eine regelmäßige stattfindende Gedenkfeier

Entlassung

Der Aufenthalt ist zeitlich begrenzt. Die Entlassung erfolgt nach Stabilisierung der Patienten, in die von ihnen gewünschte Umgebung - sei es ins häusliche oder in ein anderes pflegendes Umfeld, Pflegeheim oder auch Hospiz. Vor der Entlassung nach Hause wird in enger Absprache mit dem Patienten, dessen Angehörigen und dem Hausarzt ein stützendes Netz aus hausärztlicher Versorgung, ambulantem Pflegedienst und auf Wunsch Brückenpflegekräften und HospizbegleiterInnen aufgebaut. Durch diese Vorbereitung möchten wir alle Betroffenen unterstützen und ihnen Sicherheit geben, die Aufgabe der häuslichen Versorgung bewältigen zu können.